
Um 22 Uhr, also spät abends, wird die Vogelwelt oft stiller, da viele Vögel mit Einbruch der Dunkelheit aufhören zu singen. Es gibt jedoch einige Arten, die bekannt dafür sind, auch nachts aktiv zu sein. Diese Vögel können je nach Region und Jahreszeit gehört werden:
1. Nachtigall (Luscinia megarhynchos)
Die Nachtigall ist berühmt für ihren wunderschönen Gesang, der oft in den späten Abendstunden und sogar nachts erklingt. Sie bevorzugt dichte Büsche oder Wälder und ist besonders im Frühjahr aktiv.
2. Waldkauz (Strix aluco)
Auch wenn es kein Gesang im klassischen Sinne ist, macht der Waldkauz nachts mit seinen charakteristischen Rufen auf sich aufmerksam. Sein „Hu-hu-huuu“ ist ein typisches Geräusch in Wäldern und Parks.
3. Sprosser (Luscinia luscinia)
Der Sprosser, ein Verwandter der Nachtigall, singt ebenfalls oft spät abends oder nachts. Sein Gesang ist ähnlich melodisch, aber weniger bekannt.
4. Amsel (Turdus merula)
In städtischen Gebieten kann die Amsel manchmal auch spät abends singen, besonders wenn sie von künstlicher Beleuchtung (Straßenlaternen) beeinflusst wird.
5. Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus)
Dieser nachtaktive Vogel gibt eigenartige, schnurrende Laute von sich. Er lebt bevorzugt in offenen Wäldern oder Heidegebieten.
Warum singen Vögel um 22 Uhr?
- Revierverhalten: Einige Arten nutzen die ruhigeren Abend- oder Nachtstunden, um ihr Territorium zu verteidigen.
- Partnersuche: Nachtigallen und Sprosser singen oft, um Weibchen anzulocken.
- Städtische Einflüsse: In Städten kann künstliches Licht die innere Uhr der Vögel stören, sodass sie auch spät am Abend oder in der Nacht aktiv sind.
Tipps zur Beobachtung
- Halten Sie die Ohren offen in der Nähe von Parks, Wäldern oder Hecken.
- Apps wie BirdNET oder NABU Vogelwelt helfen, die Vogelarten anhand ihres Gesangs zu identifizieren.
Wenn Sie mehr über nachtaktive Vögel erfahren möchten, könnte ein Spaziergang in der Dämmerung oder eine Nachtwanderung spannend sein!